Arbeitsfeld Schule: Modellstadt Mannheim – Übergang Schule und Beruf

Veröffentlicht am 08.08.2014 in Allgemein

Unter diesem Titel luden die Arbeitsgemeinschaften für Arbeitnehmerfragen (AfA Kreis und Land) und für Bildung (AfB) der SPD die interessierte (Fach-) öffentlichkeit zu einer Podiumsdiskussion am in der Carl-Benz Schule Mannheim ein. Nachdem die Vorsitzende der AfB Mannheim und stellvertretende Vorsitzende der AfB Baden-Württemberg, Sabine Leber Hoischen, alle Anwesenden begrüßt und kurz das Veranstaltungsformat und das Thema vorgestellt hatte, führte Marion von Wartenberg, Staatssekretärin im Kultusministerium Baden-Württemberg, ausführlich ins Thema ein. Sie erläuterte die Hintergründe weshalb es eines solchen Projektes bedarf und weshalb Mannheim als Modellstadt für das AV-Dual (Arbeitsvorbereitung Dual) zusammen mit drei weiteren Modellregionen ausgewählt wurden. „Auf Mannheim fiel die Entscheidung, weil es in dieser Stadt bereits eine gutes Netzwerk und gute Erfahrungen mit dem Übergang von der Schule in den Beruf gibt.“ so von Wartenberg.

 

Zu Beginn der Moderation von Evelyne Gottselig, Altstadträtin und stellv. Vorsitzende der AfA wurden die Podiumsteilnehmer/innen dann direkt um ein kurzes Statement gebeten. Neben Marion von Wartenberg für das Kultusministerium und Stefan Fulst Blei, bildungspolitischer Sprecher der SPD im Landtag, stellten die Bündnispartner Lars Treusch, DGB Regionsgeschäftsführer, Harald Töltl, IHK Rhein-Neckar und Elsbeth Ruiner, Oberstudiendirektorin, Justus von Liebig Schule auf dem Podium ganz klar ihre Position dar. Die Statements reichten von vorhandenen Erfahrungsberichten von Elsbeth Ruiner, der guten Zwischenbilanz von Betrieben, die die Praktikumsplätze zur Verfügung stellen wollen, wie Harald Töltl ausführte, bis hin zu Lars Treusch, der die Tarifverträge der IG Metall „TV Förderjahr“ sowie der IG BCE „Start in den Beruf“ erwähnte.

Das fachkundige Publikum brachte sich rege in die Diskussion ein. Es meldeten sich u.a. Schulleiter/innen, Gewerkschaftssekretäre, Betriebsräte, Vertrauensleute und zwei neugewählte  Gemeinderäte zu Wort. Zahlreiche Fragen wie , was mit den voll verschulten Ausbildungsvorbereitungen passiere, für welche Zielgruppe das AV Dual geeignet ist, ob es genügend Betriebe gibt die sich beteiligen wollen,  wie man sich einen weiteren Roll out für andere Schulen vorstellt….. und viele Fragen mehr konnten vom Podium beantwortet werden.

Klar ist, das es ein 4 Jahre andauernder Modellversuch ist und man die ersten Erfahrungen erst in einer Zwischenbilanz in 2 Jahren ziehen kann. Das Podium war sich einig: „Kein/e Jugendliche/r darf verloren gehen“ Die Frage des Publikums, weshalb es in den  beruflichen Schulen keine Schulsozialarbeit gibt, konnte positiv beantwortet werden. „In den letzten Haushaltsberatungen des Gemeinderates wurde der Beschluss gefasst, auch in den beruflichen Schulen Schulsozialarbeit einzuführen. Gestartet werden soll an zwei Berufsschulen“ so Evelyne Gottselig.

Als kleines Dankeschön für die Podiumsteilnehmer/innen übergaben die Arbeitsgemeinschaften eine kleine Schultüte gefüllt mit Süßigkeiten.

 

Warum gibt es diesen Modellversuch?

Es werden immer weniger Kinder geboren, die Zahl der Schulabgänger/innen sinkt dramatisch. „Hilfe, Fachkräftemangel“, ruft die Wirtschaft. Zeitgleich sind zum 30. September 2013 in Baden-Württemberg 2,5% Ausbildungsneuverträge weniger als im Vorjahr abgeschlossen worden.

Dennoch konnten 8.107Jugendliche ihren Ausbildungswunsch nicht realisieren. Sie haben sich daher zunächst für Alternativen entschieden und suchten weiter nach einem Ausbildungsplatz. 798 Jugendliche blieben unversorgt (Vorjahr: 457). Auf der anderen Seite steht die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze (4.919). Für viele Betriebe ist die Sicherung ihres Fachkräftenachwuchses deutlich schwieriger geworden. Die „Politik“ war und ist gefordert. Denn: Wir benötigen Rahmenbedingungen, die pragmatische Lösungen für den Übergang Schule & Beruf bieten. Duale Ausbildungsvorbereitung (AV Dual) ist ein Lösungsansatz.

 

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